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    Wir haben Spielraum!

    12. Mai 2020

12. Mai 2020

Wir haben Spielraum!

Es ist definitiv so: wir haben Spielraum im Umgang mit unserem Leben und unserer Zeit. Leider wissen dies viel zu wenige Menschen beziehungsweise machen sich viel zu wenige klar: solange jeder von uns morgens die Augen aufmacht, liegen jede Menge Zeit und Chancen vor uns. Jeden Tag, einfach so. Wir müssen nichts tun und bekommen – solange wir leben – jeden Tag aufs Neue 24 Stunden zu unserer freien Verfügung.

Blitzt es jetzt jemanden durch den Kopf „Schön wär´s, mein Tag ist voll verplant!“ Dann halt! Natürlich hat jeder von uns irgendetwas zu tun. Höre ich jetzt im Hintergrund eine Stimme, die leise raunt „Irgendwas ist gut, ich muss schließlich Geld verdienen!“ Das ist bei den meisten so und bei mir nicht anders! Trotzdem, trotz aller Verpflichtungen, Aufgaben und festen Verabredungen: wir haben Spielraum!

Was kann ich (und natürlich auch jeder andere Mensch) entscheiden? Die Stimmung! Schon mit dem ersten Augenaufschlag kann ich bewusst entscheiden, ob ich gute Laune habe oder nicht. Auch wenn mir etwas über die Leber laufen sollte, es ist immer noch meine Entscheidung, inwieweit ich meine Stimmung von anderen Dingen oder Menschen beeinflussen lasse.

Meine täglichen Entscheidungsbefugnisse gehen aber noch weiter! Es gibt auch bei mir Aufgaben, die innerhalb eines Zeitrahmens bearbeitet werden müssen. Auch hier habe ich Möglichkeiten und den Spielraum, mir die Zeit und die Fülle und Intensität der Arbeiten einzuteilen. Ich kann beispielsweise schätzen, wie viel Zeit ich für eine Aufgabe benötige und wie intensiv ich diese bearbeiten will. Gründlich oder einfach mal schnell. Diese Entscheidungsfreiheiten haben auch andere Menschen.

Ich entscheide über sehr vieles!

Meine innere Haltung, die Entscheidung, in welcher Stimmung ich etwas mache und wie ich meinen Pflichten nachkomme, hat Auswirkungen. Letztendlich kann ich nun auch entscheiden, wie es mir mit meinem Körper geht. Höre ich auf die leisen Töne, die er mir sendet? Nehme ich es ernst, wenn mein Körper signalisiert: für heute reicht es, ich brauche Entspannung oder gehe ich darüber hinweg? Auch in dieser Hinsicht habe ich den Spielraum und die Chance, es mir gut gehen zu lassen, wenn mein Körper mir entsprechende Signale sendet. Wenn ich zum Beispiel Kopfschmerzen habe, kann ich mich zwingen, unter diesen widrigen Gegebenheiten noch etwas zu erledigen. Ich kann aber auch entscheiden, dass ich nur dringende Terminsachen erledige und alles andere auf den kommenden Tag verschiebe.

Hier noch einmal die – nicht vollständige – Übersicht über die Entscheidungen, die jeder (!!!) treffen kann:

  • gute Laune oder schlechte Laune,
  • Aufgaben gründlich und umfassend oder einfach schnell abarbeiten,
  • hörst oder ignorierst du auf deine innere Stimme und die Signale deines Körpers?

Höre ich jetzt jemanden im Hintergrund grummeln „Die hat ja gut reden, bei mir klappt das nicht!“ Demjenigen sei gesagt: Mach´s einfach mal Testweise! Die gute Laune lässt sich üben, zum Beispiel gleich morgen zwischen 9 und 10 Uhr. Das ist ein überschaubarer Zeitraum. Oder warum nicht gleich jetzt? Ziel ist: ich möchte, dass es mir in dieser Zeit richtig gut geht.

Bild von Susanne Jutzeler, suju-foto auf Pixabay

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