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    Wie mache ich weiter?

    30. April 2020

30. April 2020

Wie mache ich weiter?

Das Corona Virus hat uns einen nie dagewesenen Ausnahmezustand präsentiert. In diesen Tagen hören und lesen wir an jeder Ecke Aufmunterungen, diesen Zustand nicht nur zu akzeptieren, sondern auch sich an die Vorgaben zu halten und die gesamte Situation gut durchzustehen. Das Internet ist voll von guten Tipps, dennoch bleibt die Frage für jeden Einzelnen: Wie mache ich weiter?

Der Ernst der Lage ist allen klar, schlimmstenfalls geht es um Leben und Tod. So weit, so akzeptiert. Nur bleibt die Frage, wie stehe ich diesen Zustand tatsächlich durch? Welche Erkenntnisse nehme ich mit und wie mache ich weiter, wenn die Krise vorbei ist?

Die Arbeit im Homeoffice muss strukturiert werden. Anders als im Büro und in der Gemeinschaft mit Kollegen kann ich hier konzentriert an einem Thema arbeiten. Ein im Grunde traumhafter Zustand, den ich mir so oft schon gewünscht habe. Sofern keine andere Störungen lauern, zum Beispiel wenn die Technik nicht funktioniert, ich den Zugriff auf notwenige Unterlagen nicht bekomme, da die Einrichtung vergessen wurde, die Internetleitungen nicht überlastet sind oder von Kindern abgelenkt werde. Denn auch sie leben im Ausnahmezustand. Keine Kita, keine Schule, kein Spiel mit Freunden, auch sie müssen mit der Situation klarkommen.

Das Internet ist voll von Tipps und Ideen, was man in und aus der Situation machen kann und wie Kontakte zu anderen aufrechterhalten können. Die Frage „Wie komme ich durch diese schwierige Situation?“ kann leicht beantwortet werden. Ob sie leicht durchzustehen ist, ist eine andere Frage. Doch mir geht es um den Umgang mit sich, um die Frage „Wie mache ich weiter?“. Denn in dieser Ausnahmesituation wird jeder auf sich selbst zurückgeworfen. Und wer immer wieder mal mit sich haderte, weil das Leben an der einen oder anderen Stelle nicht ganz rund lief, hat jetzt in dieser ruhigeren Zeit die wunderbare Chance, schon jetzt und nach der Krise etwas anders zu machen. Damit ist jetzt ein Nachdenken über sich, über seine Wünsche und Ziele, ungestörter möglich, weil die äußeren Ablenkungen massiv reduziert werden.

Wie kann es weitergehen? Wie kannst du weitermachen?

Stelle dir zuerst die Frage: Was soll sich für dich ändern? Wenn du auf Antworten kommst, bei denen du denkst, dass sich das eine oder andere nicht einfach so ändern lässt, überlege, was ein erster Schritt in die Richtung sein könnte. Aus meiner Erfahrung nehmen sich die meisten Menschen zu viel auf einmal vor. Ein großes Ziel zu haben und sich viel vornehmen ist durchaus nachvollziehbar, reizvoll und auch erstrebenswert. Aber ein großes Ziel kann auch abschrecken, weil es eben so groß ist. Wer da denkt „das schaffe ich nie!“ fängt gar nicht an. Deshalb fange mit Kleinigkeiten an. Je kleinteiliger, desto besser.

Wie man dabei vorgehen kann, habe ich in diesem Beitrag beschrieben. An großen Zielen und Wünschen zu arbeiten und dranzubleiben, erfordert auch Durchhaltevermögen. Durchhaltevermögen erfordert Disziplin. Und diese immer wieder jeden Tag neu aufzubringen, ist auch nicht einfach. Deshalb hadere nicht mit dir, wenn du diese einmal nicht aufbringen kannst. Hier findest du eine Möglichkeit des Umgangs dazu. Wichtig ist bei allen Überlegungen nur eines: du hast eine konkrete Vorstellung und kannst sagen „So mache ich weiter!“

Foto (c) von Gerd Altmann auf Pixabay

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