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    Wenn ich nur wüsste, was mir guttut!

    9. April 2019

9. April 2019

Wenn ich nur wüsste, was mir guttut!

„Gönn dir doch mal was!“ oder auch der Tipp „Tue dir jeden Tag etwas Gutes!“ sind gut gemeinte Ratschläge. Aber viele Menschen können genau das nicht! Nicht weil sie nicht wollen, sondern weil sie oft nicht wissen, was ihnen überhaupt guttut. Verstrickt in den Tiefen der Persönlichkeit wabern ganz schnell Gedanken wie „Du hast noch viel anderes zu tun, das geht jetzt nicht!“ oder „Das musst du dir erst verdienen und Leistung bringen!“. Im Kopf ist eine Schranke, die es einem Menschen – warum auch immer – nicht erlaubt, sich selbst etwas Gutes zu zu. Was tun, um endlich sagen zu können: „Heute mache ich etwas, was mir guttut!“?

Diese Überzeugungen, sich selbst nichts gutes tun zu dürfen, sind oft tief in einem Menschen verwurzelt sind. Gefestigt durch stetige Wiederholung im Laufe eines Menschenlebens lässt sich ihre Herkunft selten eindeutig identifizieren. Schnell tauchen dann Gedanken auf, dass die Eltern und weitere wichtige Bezugspersonen aus frühester Kindheit und Jugend für diese Prägung verantwortlich sind. Dann heißt es: „Na klar, entspannt das Lesen auf dem Sofa. Aber das ist es nicht wirklich. Oh, wenn ich nur wüsste, was mir guttut!“ Ein weiterer Einfluss kann auch aus unserer Leistungsgesellschaft kommen. Immer noch erntet derjenige Anerkennung und Respekt, der es „geschafft hat“. Dieses „geschafft hat“ bezieht sich dann auf Sichtbares. Ein dickes Auto, eine hohe und sehr gut dotierte Position und Verantwortung am Arbeitsplatz und natürlich sichtbare Statussymbole wie Designerkleidung oder eine exklusive (teure) Uhr. Aber um das woher soll es an dieser Stelle nicht gehen.

Viel wichtiger ist, wie ein Mensch aus dem Dilemma heraus kommt, sich selbst nichts Gutes tun zu können? Zwar wird jeder wissen, was genau ihm Spaß macht und guttut. Aber es geht um die Gefühle, sich selbst etwas Gutes tun zu dürfen, ohne Einfluss anderer und vor allen Dingen ohne schlechtes Gewissen. Es geht um die verinnerlichte Erkenntnis, dass dies eine Notwendigkeit für den Betreffenden ist und um das eigene Selbstverständnis. Denn je klarer sich jemand aktiv für sein Wohlbefinden entscheidet, desto besser geht es ihm und desto besser kann er dies anderen gegenüber vertreten. Und wer fester Absicht ist, etwas zu tun, vermittelt diese innere Stärke nach außen. Das wiederum verringert deutlich negative Kommentare anderer wie „muss das jetzt sein?“. Ja, genau das muss es dann!

Entdecke, was dir guttut

Es geht also zum einen darum zu entdecken, was einem Menschen wirklich guttut, was ihn entspannen und Kraft schöpfen lässt – auf seine ihm eigene Art. Für jemanden, der dies für sich entdecken oder ausbauen möchte, ist hier eine mögliche Vorgehensweise:

  • gehe in Gedanken zurück an ein Erlebnis, das dir gut getan und Kraft gegeben hat.
  • lasse das Bild dieser vergangenen Situation vor deinem geistigen Auge entstehen.
  • begib dich voll und ganz in diese Situation, erlebe sie in Gedanken noch einmal.
  • genieße sie noch einmal in ganzen Zügen und im Detail.
  • nimm dieses gute Gefühl dann mit in das Hier und Jetzt.

Dann wieder im Hier und Jetzt frage dich:

  • Wie kannst du dieses schöne Erlebnis für deine künftigen Tage nutzen?
  • Was genau war daran schön? 
  • Wie ist es dazu gekommen und welche deiner Gefühle oder Entscheidungen haben dazu beigetragen?
  • Welche davon kannst du beibehalten und sogar ausbauen, weil sie dir gut getan haben? 

Diese Gedankenreise kann mehr sein als nur eine schöne Erinnerung. Es ist ein Teil deiner selbst. Weil es dich gestärkt hat. Und diese innere Stärke kannst du auf künftige Vorhaben übertragen. Dann kannst du sagen: „Jetzt ist mir klar, was mir guttut!“ Probiere es aus!

Foto (c) pixabay.com


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