• Background Image

    Unliebsame Kollegen? Immer schön gelassen bleiben

    28. Mai 2019

28. Mai 2019

Unliebsame Kollegen? Immer schön gelassen bleiben

Jeder Tag hat etwas Besonderes. Selbst wenn du morgens denkst: „Oh je, heute wird es anstrengend. Ich hoffe, es gibt keine Schwierigkeiten!“ dann lenke deine Gedanken auf anderes. Denn du kannst schon jetzt jeden Tag zu einem besonderen Tag machen. Nimm dir vor, dass deine Meetings, Gespräche oder andere Arbeit gute Ergebnisse bringen und die Begegnungen mit anderen Menschen und unliebsamen Kollegen sympathisch und erfreulich verlaufen. Diese positive und offene Grundhaltung gegenüber Aufgaben und missmutigen Menschen lässt sich tatsächlich üben und erfolgreich anwenden.

Ich kenne schwierige Situationen. Eine Situation, die mich sehr geprägt hat, liegt viele Jahre zurück. Wie oft habe ich damals gewünscht, einen bestimmten Kollegen nicht zu treffen, weil diese Begegnungen für mich von Mal zu Mal unangenehmer wurden. Doch ich wollte den Arbeitsplatz nicht wechseln, die Arbeit an sich war interessant und wurde gut bezahlt. Nur der Kollege vermittelte mir den blanken Horror. So konnte es nicht weitergehen. Ich suchte Hilfe und beriet mich mit einer Fachfrau. Sie verriet mir einen wirklich einfachen Trick: „Versuche ihn zu lieben!“ Das Hören dieses kurzen Satzes traf mich wie ein Schlag ins Gesicht. Diesen Menschen lieben – niemals! Und sie erklärte: „Er spürt deine ungesagten Vorbehalte ihm gegenüber. Er reagiert nur auf dein Auftreten.“ 

Mein Mantra des Mögens

Schweren Herzens wollte ich der Aussage dieser Fachfrau eine Chance geben und habe es versucht. Beim nächsten Treffen mit diesem Kollegen habe ich mir immer und immer wieder gesagt: du liebst ihn, du magst ihn und schätzt seine Kompetenz! Das ist mir zugegebenermaßen sehr schwer gefallen. Nach dem ersten Treffen dachte ich: „Na, da hatte ich doch recht. Er ist ein unwirscher, missmutiger Kollege, der anderen nicht einmal das Schwarze unter den Nägel gönnt!“ Ich fühlte mich in meiner Einstellung immer noch bestärkt.

Ein nächstes dienstliches Treffen ließ sich natürlich nicht vermeiden. Also nahm ich wieder all meinen Mut und meine Zuversicht zusammen und wiederholte mein inneres Mantra des Mögens. Überraschenderweise verlief unser Treffen dann mit deutlich weniger spitzen Bemerkungen, sondern fast neutral und sogar zielorientiert. Ein weiteres Treffen, gepaart mit dem Erinnern an mein Mantra, verlief nochmals entspannter. Irgendwann kam ihm sogar ein Kompliment über meine Arbeit über seine Lippen! Und da wurde mir erst klar, dass sein Verhalten bestimmt wurde durch Konkurrenzgedanken! Er musste schlichtweg Angst gehabt haben, dass ich seinen Platz einnehmen wollte.

Unliebsame Kollegen gibt`s überall

Die Situation an dieser Arbeitsstelle hatte sich wenige Monate später völlig anders als gedacht entwickelt. Wir beide wurden von Änderungen betroffen, die nicht in unserem Einflussbereich lagen. Beste Freunde sind wir nie geworden. Aber wir haben uns respektiert und geachtet.

Diese Begegnung mit dem „unwirschen“ Kollegen liegt inzwischen sehr viele Jahre zurück. Ich weiß immer noch, wie schwer es für mich war, meine Einstellung ihm gegenüber und meine angestammten Verhaltensweisen zu ändern. Aber damals war meine innere Not sehr groß und ich wollte wieder mit Freude, zumindest ohne Grummeln im Bauch zur Arbeit gehen. Das war mein Ziel. Dafür habe ich riesige innere Hürden überwinden müssen. Diese „Schule“ war nicht einfach, aber nachhaltig! Sie wirkt bis heute.

Wie bei den meisten Dingen, geht es auch hier um die innere Haltung, die wir Menschen und Aufgaben gegenüber einnehmen. Wer in und mit sich gefangen ist in den Gedanken „das ist ein unangenehmer Mensch, den ich heute treffen muss“ oder „das, was ich tun muss, ist so schrecklich, dass ich es am liebsten nicht machen will“ hat definitiv einen schlechten Start und schlechteste Voraussetzungen, dass etwas gut verläuft. Deshalb: halte dagegen, denn es geht um dein Wohlbefinden.

Immer schön gelassen bleiben!

Stelle dir am besten am Tag vorher oder morgens mindestens eine der nachfolgenden Fragen:

  • Wen treffe ich heute? Was für ein Mensch wird dies sein? Ich bin neugierig auf ihn und freue mich, ihn kennenzulernen. Oder:
  • Wenn ich heute auf XY treffe, freue ich mich, ihn wiederzusehen und bin gespannt auf seine Gedanken. Oder:
  • Heute (morgen) ist besonders viel zu erledigen. Ich konzentriere mich auf die wichtigsten Dinge und erledige diese gewissenhaft. Besser diese Dinge fehlerfrei abschließen als alles anzufangen und nichts zu Ende bringen zu können.

Diese innere Haltung habe ich seitdem beibehalten. Ob Aufgabe oder ein Zusammentreffen mit anderen Menschen, ich betrachte alles für sich und jeden und jede mit der ihr oder ihm eigenen Bedeutung.

Foto (c) skjarvis/pixabay.com


Erfahre, wie du mehr Klarheit und Ordnung in deine Gedanken bringst 

Trage dich in die Mailingliste ein und du erhältst in wenigen Augenblicken nach der Bestätigung meine besten 5 Tipps, wie du deine Gedanken fokussierst.

0 Comments

Leave A Comment

Schreibe einen Kommentar

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen