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    So machst du Schluss mit Überstunden

    12. November 2019

12. November 2019

So machst du Schluss mit Überstunden

Du hast viel zu tun, insbesondere ein Projekt muss vorangebracht werden, die Deadline naht. Das, was zu tun ist, ist klar. Alles Routine, nur einfach mit etwas Zeit anfangen abzuarbeiten, um irgendwann diese Aufgabe abhaken und abschließen zu können. Ein normaler Arbeitstag. Doch zwischendurch klingelt das Telefon, eine unverhofft eingehende Anfrage muss schnell beantwortet werden. Schon wandern die Projektaufgaben in den Status „zwischendurch“. Wenn nicht zwischendurch oder wieder länger bleiben, wann sonst? Dabei wolltest du pünktlich gehen! Doch so machst du Schluss mit Überstunden:

Dann sucht der Vorgesetzte noch ganz dringend etwas und möchte dabei deine Unterstützung. (Du ärgerst dich: Bist du etwa für sein Chaos verantwortlich, warum kann er sich nicht besser organisieren?!) Es wird später und später, der ursprünglich geplante geruhsame Feierabend rückt in immer weitere Ferne. Gerade heute hattest du dich so darauf gefreut. Stattdessen sitzt du immer noch im Büro und arbeitest.

Dringende Termine stehen immer an! Die meisten Aufgaben sind soooo wichtig und müssen am besten sofort bearbeitet werden. Doch das ist ein Trugschluss. Hast du es auch schon einmal erlebt, dass du unbedingt eine fristgerechte Abgabe einhalten wolltest? Du hast dafür Überstunden gemacht, um am nächsten Tag präsentieren zu können. Und was geschah? Kurzerhand wurde dein Anliegen von der Tagesordnung genommen, der, der dir für die Aufgabe zuarbeiten sollte, ist gar nicht da, weil er einen anderen Termin wahrnimmt. Du bist wie vor den Kopf gestoßen, deine gestrigen Mühen und Überstunden gestern waren für die Katz. Was tun?

Wer fragt, führt! Dann ist bald Schluss mit Überstunden

Dieser Leitsatz von Journalisten „Wer fragt, führt!“ kann in solchen Situationen bestens genutzt werden. Wie könntest du reagieren? Ob als Freiberufler oder Angestellter – du kannst schlecht Arbeitsaufträge ablehnen. Aber du kannst gezielt nachfragen, bis wann etwas unbedingt fertig sein muss. Wie detailliert musst du Anliegen bearbeiten, sehr ausführlich oder reicht ein Überblick? Mit welchem Ziel sollst du diese Aufgabe übernehmen? Bei Arbeitsüberlastung und genaueren Nachfragen zeigt sich mitunter, dass manche Aufgaben doch nicht so dringend sind, wie anfangs gedacht.

Wenn du doch dringende und fest terminierte Aufgaben hast, prüfe, ob du sie zu 100 Prozent erledigen musst. Vielleicht reicht das Bearbeiten einer Teilaufgabe, das schon zu guten Ergebnissen führt. Erinnere dich an das Pareto-Prinzip: eine Aufgabe zu 80 % zu lösen reicht völlig aus. Von Außenstehenden (auch den Kollegen und Vorgesetzten) wird oftmals gar nicht wahrgenommen, dass du nur 80 Prozent lieferst und nicht 100!

Arbeite nicht auf den „letzten Drücker“. Das führt bei Termindruck tatsächlich zu Überstunden. Beginne rechtzeitig, teile die Aufgabe in möglichst kleine Schritte, plane und genieße dann deinen pünktlichen Feierabend und halte dir dabei vor Augen, dass du am nächsten Tag ausgeruht und mit frischer Kraft konzentriert weiterarbeiten kannst. Das ist viel effektiver als unbedingt in Mehrarbeit und unkonzentriert etwas beenden zu wollen.

Foto (c) 123rf.com

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