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    Raus aus der Routine

    18. Juni 2018

18. Juni 2018

Raus aus der Routine

So schaffen Sie sich im Alltag kleine Inseln der Glückseligkeit

Der Alltag im Job ist vollgepackt mit vielen Aufgaben. Da erscheint das nächste Wochenende als Insel der Glückseligkeit, des Laissez-faire und des Luftholens. Schon steht das Wochenende vor der Tür. Alles Private, das in der Woche nicht erledigt werden konnte, wartet jetzt. Hauptsache, Sie haben etwas Zeit für sich, für Partner/in und Familie!

Doch bei genauerem Hinsehen rückt die Insel der Glückseligkeit in weite Ferne, auch für das Laissez-faire bleibt nur ein viel zu kleines Zeitfenster. Es steht einfach zu viel an. Ob es sich um notwendige Erledigungen rund um Haushalt handelt oder Pflichtbesuche bei Verwandten. In Ihnen wächst die Sehnsucht nach dem Ausbruch aus der Alltagsroutine und Verpflichtungen. Was würden Sie nicht alles tun, um wenigstens etwas mehr Zeit für Entspannung zu bekommen!

Sie können etwas tun. Es ist sogar einfacher als Sie denken. Es geht um das Empfinden für Zeit, das Sie durch gezielte Vorhaben steuern können. Dazu ein Beispiel: einmal angenommen, Sie wollen jemanden zum ersten Mal besuchen und sind unterwegs. Den Weg zu Ihrem Treffen fahren Sie ebenfalls zu ersten Mal. Der Weg scheint lang zu sein, auch wenn es nur wenige Kilometer sind. Nach Ihrem Besuch fahren Sie wieder nach Hause und nehmen den gleichen Weg zurück. Und kommen ganz schnell zu Hause an. Es scheint, als sei die Rückfahrt im Verhältnis zur Hinfahrt erheblich kürzer gewesen. Klar ist: sowohl die Hin- als auch die Rückfahrt haben die gleiche Entfernung – vorausgesetzt, es wird die gleiche Strecke genommen.

Durchbrechen Sie die Routine!

Woran liegt dieses unterschiedliche Empfinden? Verschiedene wissenschaftliche Forschungen fanden eine Antwort: es liegt an der Intensität unserer Wahrnehmung. Fahren wir beispielsweise einen uns unbekannten Weg, müssen wir uns ganz auf die Strecke konzentrieren, suchen an den Straßen nach Wegweisern und achten deshalb konzentriert auf die Umgebung. Die Rückfahrt erscheint im Verhältnis zur Hinfahrt wesentlich kürzer. Wir wissen dann schon, wo wir Wegweiser finden. Sind wir die gleiche Strecke mehrfach gefahren, fahren wir routiniert, achten nicht mehr auf die Details und sind schnell am Ziel.

Das bedeutet: Je intensiver wir uns mit etwas beschäftigen, desto stärker haben wir das Gefühl, dass wir damit viel Zeit verbringen. Wir machen etwas zum ersten Mal und sind mit unseren Gedanken konzentriert dabei, gewinnen neue Erfahrungen. Das gibt uns das Gefühl, dass die Zeit langsam vergeht. Je öfter wir diese anfangs neue Erfahrung wiederholen, desto routinierter wird unser Handeln. Es scheint, als verginge die Zeit wie im Fluge. Das ist auch der Grund, warum Kinder ein anderes Zeitempfinden haben. Sie machen jeden Tag neue Erfahrungen. Sie empfinden es, als verginge die Zeit überhaupt nicht.

Wie können wir als Erwachsene nun das Gefühl zurückbekommen, dass die Zeit langsamer vergehen sollte? Müssten wir demzufolge nur aus der Routine ausbrechen und neue Erfahrungen machen? Dieses Empfinden für die Zeit, mit den Gedanken ganz in Hier und Jetzt zu sein, Flow zu erleben, lässt sich auf den Alltag übertragen. Nehmen Sie sich Schönes, Neues oder Außergewöhnliches vor, auf das Sie sich freuen. Dass dieses neue Erleben keine Zeitverschwendung ist, sondern tatsächlich die eigene Produktivität steigern kann, haben Wissenschaftler der Universität Bochum nachgewiesen. Wirtschaftspsychologie aktuell berichtet über diese interessante Studie.

Foto (c) Gisela Malasch

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