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    Positive Erlebnisse mal zwei

    21. August 2018

21. August 2018

Positive Erlebnisse mal zwei

Kürzlich war ich Zeuge eines besonderen Aha-Moments. Eine Person war zu einem beruflichen Orientierungsgespräch in der Beratung. Diese Beratung war für diesen Menschen wichtig, weil er ein Burnout gehabt hatte und sich jetzt dem Arbeitsalltag gegenüber anders aufstellen will. Ein Achtsamkeitstraining während der medizinischen Rehabilitation habe ihm sehr geholfen, wieder stabiler zu werden. Eine Anregung dabei war, Erlebnisse eines vergangenen Tages nach Schulnoten zu beurteilen. Sollte etwas im Berufsalltag nicht zufriedenstellend verlaufen sein, sollte der Arbeitnehmer im nächsten Schritt überlegen, was er am nächsten Tag verbessern könnte. Eine gute sehr Möglichkeit, über den Tag zu reflektieren.

Ich ermunterte ihn, diese neu gewonnene Angewohnheit unbedingt beizubehalten. Mit innerem Abstand auf den Tag zurückblicken lässt die eigene Position finden. Gegebenenfalls können Veränderungen im persönlichen Verhalten und im Umgang mit anderen eingeleitet werden, so dass sich neue positiven Entwicklungen für jemanden ergeben. In diesem Fall ging es darum, am Arbeitsplatz verantwortlich zu handeln, den hohen Arbeitsanforderungen standzuhalten und sich dabei selbst nicht zu verlieren. Eine einfache Herausforderung!

Doch lässt man bei diesem kritischen Rückblick auf den Tag den Focus nur auf Verbesserungsmöglichkeiten, kommt mir Positives zu kurz. So gab ich diesem Menschen den Tipp: er möge ebenso am Tagesende überlegen, was Positives geschehen ist. Positive Erlebnisse hat jeder Mensch jeden Tag. Es geht nur um das genaue Hinsehen und Wahrnehmen als solche. Deshalb war mein Vorschlag, beim Nachdenken über das Erlebte sich an drei positive Erlebnisse gezielt zu erinnern. Das müssen keine großen Aufgaben sein, es zählen auch Kleinigkeiten wie ein nettes Gespräch zwischen Kollegen. Es geht um die Wahrnehmung und Wertschätzung des Guten. Diese Anregung nahm die ratsuchende Person begeistert auf.

Ein positives Erlebnis wirkt doppelt!

Was geschieht, wenn sich ein Mensch an positive Erlebnisse des vergangenen Tages erinnert? In der Rückschau freut sich ein Mensch noch einmal über das Erlebte. Die Freude wirkt doppelt. Damit verschwinden zwar die möglichen negativen Begebenheiten nicht, aber ihr Stellenwert, ihre Schwere reduziert sich! Und jemand, der sich über den vergangenen Tag Gedanken macht und das Erlebte Revue passieren lässt, erkennt die positive Seite eines Tages. Unangenehmes oder schwierige Beziehungen im Alltag nehmen in der Rückschau nicht überhand.

In diesem Sinne möchte ich Sie dazu ermutigen, sich wenige Augenblicke Zeit zu nehmen, um über Ihren vergangenen Tag nachzudenken. Lenken Sie Ihren Blick auf das, was angenehm war. Auch wenn es nur Kleinigkeiten ohne große, tiefgreifende Bedeutung waren. Selbst wenn es nur ein kurzer Moment war. Was zählt, ist die Freude, die ein positives Erlebnis bereitet hat. Nehmen Sie sich vor, pro Tag drei positive Erlebnisse zu finden. Wenn Sie diese dann noch an einem Ort, zum Beispiel ein Tagebuch, notieren, gewinnen Sie langfristig mehr Freude und Leichtigkeit im Leben.

Foto (c) Gisela Malasch

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