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    Mit Mumm und Plan in das nächste Jahr

    10. Dezember 2019

10. Dezember 2019

Mit Mumm und Plan in das nächste Jahr

Das Jahr 2019 hat mir eine tiefgreifende Erkenntnis – die ich „eigentlich“ schon immer hatte – beschert. Diese Erkenntnis nehme ich mit in die Planung des nächsten Jahres. Ich habe jetzt mehr Mumm und einen Plan B für das nächste Jahr. Was ist passiert? 

In 2019 konnte mein Partner aus verschiedenen Gründen mit mir keinen gemeinsamen Urlaub machen. Das war uns beiden klar und kein Problem. Ich wollte meine geblockte Freizeit genießen und hatte mich mit einer Freundin zu einem Fahrradurlaub verabredet. Wir hatten frühzeitig die Zeit festgelegt und wollten kurzfristig entscheiden, von wo aus wir starten und welche Route wir nehmen. Das haben wir schon einige Male zuvor gemacht. Wir kennen uns gut und sind ein eingespieltes Team. Als unser Besprechungstermin näher rückte, rief mich meine Freundin an und sagte ab. Sie war krank geworden und es war klar, dass wir nicht gemeinsam fahren konnten. Da wir weder Züge gebucht noch Hotels reserviert hatten, war dies kein Problem.

Krankheit kann jeden und jederzeit treffen. Nun war ich damit auf mich zurückgeworfen. Was tun? Meinen Drahtesel packen und auf Tour gehen? Wohin? Das erschien mir, allein auf mich gestellt, alles andere als verlockend. Auf einmal hatte ich keinen Mut und kein Ziel mehr. Also blieb ich zu Hause und tröstete mich damit, den Garten zu bearbeiten und im und am Haus Ordnung zu machen. Das habe ich dann auch gemacht. Und wo blieb das Urlaubsgefühl, die Entspannung? Haben sich nicht blicken lassen! Ich nahm es gelassen, der andere Urlaub stand ja noch bevor.

So konzentrierten sich meine Hoffnungen auf den nächsten Urlaub im Herbst. Ich hatte mich mit einer früheren Studienfreundin zu einer Städtetour verabredet. Wir wollten meine Tochter an ihrem Studienort besuchen. Was geschah? Meine Tochter bat um Verständnis: „Bitte kommt nicht zu dieser Zeit!“ Eine schwierige Klausur stand bevor und ihre Nerven waren schon jetzt angespannt. Ich informierte meine Freundin. Und sie reagierte: „Das passt gut, mein Auto erfordert eine wirklich kostspielige Reparatur, die nicht warten kann und das geplante Urlaubsgeld verschlingt.“ Aber nächsten Frühsommer, dann wäre auch das Wetter besser als jetzt im späten Herbst.

Ich entwerfe jetzt einen Plan „B“

Was machte ich nun mit diesen freien Tagen? Ich fühlte mich wieder auf mich zurückgeworfen, hatte weder Mumm noch einen Plan allein wegzufahren. So blieb ich zu Hause. Wieder gab es in Haus und Garten noch genug zu tun. Aber: ich gönnte mir zwei Tage beim Floating in einem Wellnessbad. Und hier reifte die Erkenntnis, dass mir dies nicht noch einmal passieren wird.

Eigentlich wusste ich es – theoretisch – ja schon immer: Wenn ich mich nicht um mich selbst kümmere, macht es kein anderer. Aber so hautnah gespürt hatte ich das noch nie. Das nehme ich nun als wichtigste Erkenntnis mit in die Planung des kommenden Jahres, inklusive Urlaubsplanung.

So gehe ich nun meine Jahresplanung an und berücksichtige dabei natürlich meinen Urlaub. Auch mit meinen Freundinnen. Aber wenn mir wieder eine – warum auch immer – absagt, habe ich einen Plan B im Kopf.

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