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    Haben Sie sich heute schon auf die Schulter geklopft?

    9. Dezember 2018

9. Dezember 2018

Haben Sie sich heute schon auf die Schulter geklopft?

Wenn Sie sich heute schon anerkennend auf die Schulter geklopft haben, ist es gut. Machen Sie es jetzt ruhig noch einmal, doppelt hält, nein freut besser. Denn wer erhält heutzutage noch ein Lob von anderen? Da ist es nur recht und billig, wenn sich jeder selbst lobt für das, was er erreicht oder geschafft hat. Diese Anerkennung der eigenen Leistung hat für mich einen tieferen Sinn: ich erkenne an, dass ich vieles geschafft habe. Selbst wenn es nur Routineaufgaben waren, ich war fleißig und habe zielstrebig abgearbeitet. Dieses Erledigte kann ich nachweislich abhaken, ich kann sicht- und nachvollziehbar machen, was genau geschafft wurde. Mein Selbstwert steigt. Mein Kopf ist wieder frei, ich kann mich auf Neues oder meinen wohlverdienten Feierabend konzentrieren. Das verdient Anerkennung!

Nicht getadelt ist Lob genug?

Meiner Meinung nach machen dies viel zu wenige Menschen. Viele gehen nicht nur mit sich selbst, sondern auch mit anderen so gedankenlos und lax um. Alles, was sie oder andere machen, scheint selbstverständlich zu sein. Die Haltung, alles als selbstverständlich hinzunehmen, trifft oft Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen. Da gilt in vielen Kreisen der Spruch: nicht getadelt ist Lob genug.

Diese Einstellung und Verhaltensweisen von vielen Vorgesetzten macht mich traurig. Meiner Meinung nach verbirgt sich dahinter die Ansicht, dass der Mensch an sich, der, der etwas arbeitet, nicht wirklich gesehen und wahrgenommen wird. Er oder sie wird damit austauschbar und beliebig. Da können noch so viele Berater, Coaches und andere Ratgeber sagen, es geht um die Kompetenz des Einzelnen, jeder sei wichtig. Die Wirklichkeit ist anders. Im Tagesgeschäft entpuppen sich diese Aussagen schnell als Worthülsen. Diese Haltung zeigt sich zum Beispiel, wenn einer Führungskraft die Kündigung eines Mitarbeiters auf den Schreibtisch flattert. Die Führungskraft fragt nicht nach, warum der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin kündigt. Sie hat das neue Problem „Ersatz“ schaffen zu müssen. 

Nehmen Sie sich selbst wichtig

Mir geht es um Selbstlob, das sich üben und potenzieren lässt. Fangen Sie mit sich selbst an. Was haben Sie heute schon geschafft? Überlegen Sie, was es war. Listen Sie auf. Haken Sie ab! Haben Sie heute „nur“ auf dem Sofa gesessen? Sehr gut! Auch das ist sehr wichtig. Dann erkennen Sie an, dass Sie diese Zeit für sich unbedingt brauchen! Körper und Geist sind keine Maschinen, die ständig laufen, sondern gewartet und gepflegt werden müssen. Loben Sie sich dafür. Nehmen Sie sich selbst wichtig.

Wer als Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerin beschäftigt ist, kann auch am Arbeitsplatz mit dem sinnbildlichen Schulterklopfen anfangen. Seien Sie stolz auf das am Arbeitstag Erreichte. Berichten Sie anderen und auch Ihrer Führungskraft nicht nur in schnellen dünnen Worten, was Sie gemacht, sondern auch wie Sie etwas erreicht haben, welche Hürden Sie bewältigt haben. Beispiel: „Ich habe heute früh einen sehr verärgerten Kundenanruf bekommen. Der Kunde beschwerte sich über eine falsche Lieferung. Nachdem er zunächst seinem Ärger Luft verschafft hatte, habe ich genau nachgefragt, was im Einzelnen geschehen ist. Dann hat sich seine Wut spürbar aufgelöst. Mir war es sogar möglich, dass ich seine Reklamation nicht nur zu seiner Zufriedenheit bearbeitet habe, sondern dass er an einer weiteren Zusammenarbeit großes Interesse hat. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Ich bin stolz, dass wir in einem guten guten Miteinander auseinander gegangen sind.“

Machen Sie den ersten Schritt

Sie sollten offen über Ihre Leistungen sprechen, auch gegenüber Vorgesetzten. Nur Sie (oder Kolleginnen und Kollegen mit gleichen Aufgaben), kennen Ihr Arbeitsgebiet und die Schwierigkeiten. Weder Ihr Vorgesetzter noch andere Kolleginnen und Kollegen kennen die Herausforderungen im Detail, mit denen Sie konfrontiert sind.

Loben Sie nicht nur sich, sondern auch Ihre Kolleginnen, Kollegen und sogar Führungskräfte. Es ist auch für andere nicht immer alles nur einfach. Sehen Sie wie bei sich selbst auch bei anderen genau hin. Welche Hürden hat jemand geschafft, mit welcher besonderen Art kann eine andere Person Herausforderungen annehmen? Freuen Sie sich über sich und über die Leistungen der anderen in ihrem Umfeld. Dann kommt auch Lob von anderen. Das Zusammenarbeiten und -leben funktioniert deutlich besser.

Foto: (c) gratisography.com


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